Wokreisel vor Ort

Analoge Formate, digital gespiegelt

Nach zahlreichen Wahlkreiseln zu Landrats-, Kommunal- oder Bürgermeisterwahlen, die meist strengen Gesprächsregeln folgten, wurde es mit der WOhnzimmer-Reihe im vergangenen Jahr etwas gemütlicher: Macherinnen und Machern an vier Orten haben sich zu Perspektiven für Dahme-Spreewald ausgetauscht, die im Wahlkampf nicht unbedingt heiß liefen: etwa zu Kultur und Beteiligung, zu Identität und Heimat, zu guten Entscheidungsprozessen oder zur Gestaltung von Räumen für aktive Teilhabe. Teilnehmende dieser Veranstaltungen haben anschließend gespiegelt, welche Themen ihnen unter den Nägeln brennen – daraus ist das Konzept für Gesprächsreihe „Wokreisel vor Ort“ 2026 entstanden. Gefördert wird sie erneut im Lokaljournalismusprogramm des Landes Brandenburg, ausgereicht durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg.

 

Was slowakische Kulturpolitik mit Kommunalpolitik Dahme-Spreewald zu tun hat, wie eigene Wege aus der Dauer-Bildungsmisere gefunden werden können, was Heimatsuchende und Heimathabende verbindet, wie Krieg und Frieden vor unserer Haustür stattfinden, was der Kreistag zur Halbzeit alles geschafft hat und was nicht: Darum geht es in den journalistischen Live-Formaten in diesem Jahr: als Podiumsdiskussion, als Hörkino oder als Fishbowl-Debatte. Unter dem Motto „Wokreisel vor Ort“ lädt das Magazin jedoch nicht nur zu analogen Begegnungen ein, sondern auch zu einem Podcast zu einer aktuellen „Frage des Monats“. Zwei Experten mit unterschiedlichen Positionen kommen ins Gespräch – kontrovers, aber konstruktiv. Vorab können Nutzerinnen und Nutzer ihre Fragen einreichen.

 

THEMEN & TERMINE

4. November, 18 Uhr, Museum Funkberger Königs Wusterhausen: „Bildung: sechs! – Was können wir selbst tun?“ Podium mit Minister Gordon Hoffmann, Schulleiterin Daniela Günther (Schönefeld), Schulleiter und Gewerkschafter Manuel Pape (Golßen), Amtsdirektor Oliver Theel (Schenkenländchen), (ehem.) Elternvertreterin Annett Kehling sowie einer Schülervertretung

16. November, 18 Uhr, Gaststätte „Zum Stern“ Halbe: „Blaues Land. Über Leben mit der AfD“ Lesung und Gespräch mit Olaf Sundermeyer, Minister René Wilke und Gemeindevertreterin Susann Fischer

26. November, 18 Uhr, Bürgertreff Halbe (geplant): „Halbzeit für den Kreistag: Was wurde geschafft?“ mit Vertretern der Kreistagsfraktionen

 

Vergangene Veranstaltungen 

26. März: Dissident im Heute – Lesung und Gespräch mit Michal Hvorecký aus seinem Buch „Dissident“, Groß Köris – zum Bericht

18. Juni: Heimat haben, Heimat suchen – Hörkino zum Feature „Sprachwanderungen“ von Merle Hilbk, Golßen – zum Bericht

21. September: Krieg & Frieden: Wie lebe ich mit einer Munitionsfabrik in meiner Nachbarschaft? – zum Bericht

 

PODCAST „Frage des Monats“

 

 Benjamin Kaiser und Georg Hanke (r.). Foto: ZiemerMärz: Warum ist der Landkreis Dahme-Spreewald plötzlich so klamm? Auf diese Frage antworten die Kreistagsmitglieder Benjamin Kaiser (CDU) und Georg Hanke (SPD).

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 André Matthes und Melanie Kossatz. Foto: ZiemerApril: Feste feiern – ohne Geld? Was bedeuten knappe Budgets für Stadt- und Dorffeste und gibt es auch gute Gründe für neue Konzepte? Auf diese Frage antworten Melanie Kossatz, Geschäftsführerin des Spreewaldvereins, und Unternehmer André Matthes.

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Queenie Nopper, Gleis 3 Kulturzentrum Lübbenau, und Wolfram Korr, Brandenburgische Sommerkonzert. Fotos: PR Mai: Die Kulturtöpfe leeren sich – bedeutet dies das Aus für die Kultur? Mitnichten, denn weniger Geld an der einen Stelle bedeutet neue Ideen und Perspektiven, sagen Queenie Nopper und Wolfram Korr als Kulturmacher der Region auf die Frage des Monats Mai. 

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Ralf Irmscher und Gerald Lehmann, Bürgermeister von Münchehofe und Luckau. Foto: Dörthe ZiemerJuni: Wie können Kommunen beim Thema Erneuerbare Energien mitwirken? Luckau und Münchehofe gehen unterschiedliche Wege: zwischen Wertschöpfung vor Ort und reiner Selbstversorgung. Darüber diskutieren die Bürgermeister Gerald Lehmann und Ralf Irmscher.

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 Helmut Hummel und Susann Schulz. Foto: Dörthe ZiemerJuli: Welche Wirkung können Vorurteile haben, insbesondere gegenüber marginalisierten Gruppen? Was sich dagegen tun lässt, darüber sprechen Susann Schulz, im Ehrenamt Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wildau, und Helmut Hummel, Teil des Organisationsteams des CSD in Golßen 

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 Denis Gottwald (FDP) und Dominic Lübke (SPD). Foto: Dörthe ZiemerAugust: Wozu brauchen wir demokratische Regeln? Anlässe dies zu fragen gibt es viele und in vielen Gemeinden in Dahme-Spreewald. - Zu Gast in Schulzendorf bei Denis Gottwald (FDP) und Dominic Lübke (SPD).

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