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Presseschau zum Morgenkaffee – vom 24. Januar 2022

Dass der Norden in Dahme-Spreewald boomt, ist bekannt. Doch auch im Süden gibt es Zuzug – und zugleich wachsen die Ideen. Kulturmacher in Luckau träumen von einer internationalen Akademie, die Lieberoser müssen endgültig über ihr Schloss entscheiden.

 

So viele Einwohner wie der gesamte Landkreis Teltow-Fläming hat die Gemeinde Schönefeld im vergangenen Jahr hinzugewonnen. Genau genommen waren es in der Flughafengemeinde 1.700 mehr Einwohner, berichtet die MAZ. Dahme-Spreewald wuchs um 1,6 Prozent, Teltow-Fläming um 0,8 Prozent. Schönefeld steht deshalb vor gewaltigen Herausforderungen – und rund 50 offenen Bebauungsplanverfahren. Das sei in etwa so viel, wie die Stadt Leipzig zu bearbeiten hat, schreibt die Märkische Allgemeine. Deshalb wollen die Gemeindevertreter nun erst einmal die Aufgaben priorisieren. Starkes Einwohner- und Wirtschaftswachstum haben zur Folge, das zahlreiche Menschen aus der Region und in die Region zum Arbeiten pendeln. Die genauen Zahlen aus allen Kommunen hat die MAZ aufgeschlüsselt. Außerdem erklärt sie die Folgen für manche Kommunen: So kommt Schönefelds Infrastruktur dem wachsenden Verkehr nicht hinterher. In Schulzendorf stehen einer wachsenden Infrastruktur etwa bei Kitas und Schulen aber nicht mehr Einnahmen gegenüber – weil es kaum Wirtschaftsansiedlungen gibt und ein Großteil der Einwohner zum Arbeiten auspendelt. Die Pendelbewegung aus dem Süden in den Norden bedarf ebenfalls einer Entlastung. Doch der Beginn des sechsspurigen Ausbaus der A13 steht in den Sternen, wie die LR berichtet. Eher sei wegen einer neuen Priorisierung auf den Ausbau der Bahnstrecke zu hoffen.

 

Aber auch in entlegeneren Ämtern wie Dahme sei Zuzug zu spüren, heißt es in dem MAZ-Bericht. Mehr Zuzug bedeutet mehr Kinder – vom Kita- bis zum Schulalter. Wie die Schulerweiterung an der Luckauer Grundschule aussehen soll, wurde kürzlich im dortigen Bauausschuss diskutiert. Die LR war dabei. Auch die neue Schulentwicklungsplanung des Landkreises Dahme-Spreewald weist zahlreiche Hausaufgaben für die Gemeinden im Landkreis aus: Erweiterungs- und Neubauten für Schulen. Die LR hat auf die Diskussion im Kreistag vorausgeblickt. Wo Wachstum ist, bekommt auch die Kultur mehr Raum – und Geld. Wie die Lausitzer Rundschau schreibt, soll mithilfe von Strukturmittelgeldern in Luckau eine internationale Kammerakademie entstehen, in der Menschen aus der Region und von außerhalb gemeinsam musizieren. Auch das umfangreiche, Jahrhunderte alte Archiv der Kantorei der Nikolaikirche soll dabei eine Rolle spielen. Derweil geht es in Lieberose darum, die Basis für ein gutes Leben in der ländlichen Region zu stärken, zum Beispiel durch schnelles Internet. Aber auch Corona-Teststationen sowie Impfstellen sind rar, wie Amtsdirektor Bernd Boschan der LR gegenüber erläutert hat. Am Donnerstag entscheiden die Stadtverordneten, ob sie auf das Vorkaufsrecht für das Schloss Lieberose verzichten. Außerdem wollen sie den Betrieb des Restaurants in der Darre neu ausschreiben, heißt es in einem weiteren Bericht der LR.

 

Neben den ganz großen Herausforderungen im Landkreis gibt es immer wieder auch die kleinen, wie kürzlich in Kablow. Dort sollte die kleine Friedhofskapelle einem Neubau weichen, doch dann legte der Denkmalschutz sein Veto ein. Wie die MAZ berichtet, werde die Aufnahme der Kapelle in die Denkmalliste geprüft. In Lübben soll es im Februar eine Bürgerbeteiligung zum Ausbau der Kastanienallee und des Hainmühlenwegs geben – ein Zeitplan werde laut einem LR-Bericht in der Stadtverordneten am Donnerstag vorgelegt.

 

Der Bürgerentscheid zur Abwahl der Wildauer Bürgermeisterin Angela Homuth soll am 3. April stattfinden. Darüber entscheidet die Stadtverordnetenversammlung in einer Sondersitzung am 1. Februar, ebenso wie über das Zustandekommen des Bürgerbegehrens. Wie die MAZ schreibt, enthält die Beschlussvorlage auch Einschätzungen über den Verlauf des Bürgerbegehrens.

 

Der Landkreis Dahme-Spreewald möchte seine Beziehungen zum polnischen Partnerkreis Wolsztyn durch eine Partnerschaft nach Frankreich ergänzen – ganz gemäß dem Format des Weimarer Dreiecks. Doch wegen einer anderen Verwaltungsstruktur in Frankreich und einem offenbar gesunkenen Interesse der französischen Seite an Kontakten nach Deutschland, sei es für die Kreisverwaltung schwierig, das Vorhaben umzusetzen, berichtet die MAZ.

 

Die nächste Presseschau erscheint am 27. Januar – wie immer zum Morgenkaffee.


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