Die Dahme bei ZeuthenTonsee Klein KörisKaskadenwehr Märkisch BuchholzMarktplatz LübbenSchwartzkopffsiedlung WildauTropical IslandsHöllberghof Langengrassau. Foto: Karsten Floegel
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Kurz & gut

Die Hilfsbereitschaft der Dahme-Spreewälder für geflüchtete Menschen aus der Ukraine ist ungebrochen. Doch die Kreisverwaltung bittet darum, keine unkoordinierten Sammlungen durchzuführen, und er rät davon ab, selbst an die ukrainische Grenze zu fahren.

 

Zurzeit sei der Bedarf an Sachspenden im Landkreis noch nicht absehbar, da noch nicht klar sei, wieviele Menschen hier unterkommen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. An der Grenze sei die Lage unübersichtlich, Kraftstoff könnte dort knapp werden. Wohnungsangebote für Geflüchtete liegen demnach derzeit ebenfalls ausreichend vor, teilt der Landkreis weiter mit.

 

Am ehesten könne über Geldspenden geholfen werden. Die Mitteilung enthält eine Auflistung möglicher Geldspendensammler.

 

Das Hilfsportal Help To Brandenburg vernetzt Helferinitiativen und verlinkt Informationen offizieller Stellen.

 

Außerdem informiert der Landkreis auf Ukrainisch und Deutsch, wohin sich Geflüchtete wenden können. Eine Telefonhotline ist eingeschaltet.

 

Mittlerweile rechnet das Bundesland Brandenburg mit 20.000 Kriegsflüchtlingen. Für den Landkreis könnten etwa 750 Hilfesuchende aus der Ukraine erwartet werden.

 

Wie in den Sozialen Medien zu entnehmen ist, ist der Wunsch der Menschen, in diesen Tagen zu helfen, groß. In Berlin lebende UkrainerInnen haben eine Übersicht veröffentlicht, was Menschen in Deutschland tun können:

 

 

 

Wo in der Region Friedensgebete stattfinden, darüber informieren der Kirchenkreis Niederlausitz auf seiner Facebookseite und der Kirchenkreis Zossen-Fläming auf seiner Homepage.

 

Am 25. Februar hatten die Bürgermeister und Amtsdirektoren von Dahme-Spreewald gemeinsam mit Landrat Stephan Loge eine „Gemeinsame Erklärung der kommunalen Familie Dahme-Spreewald“ zur Situation in der Ukraine veröffentlicht:

 

„Der gestrige Donnerstag war ein dunkler Tag für den Frieden in Europa. Die schon seit einigen Wochen befürchtete Eskalation ist nun traurige Realität geworden. Russlands Präsident Putin hat Truppen in die Ukraine entsandt und durch diesen kriegerischen Akt mit den elementarsten Regeln der internationalen Ordnung gebrochen. Es ist nicht nur ein Bruch des Völkerrechts, sondern vor allem eine Tragödie für die Menschen in der Ukraine.

 

Nichts ist seit der letzten Nacht mehr so wie es bisher war. Mit seinem Angriff auf die Ukraine bringt der russische Präsident Putin Leid und Zerstörung über seine direkten Nachbarn. Er gefährdet das Leben von unzähligen Unschuldigen in der Ukraine und stellt damit zugleich die Friedensordnung eines ganzen Kontinents in Frage. Für all das gibt es keine Rechtfertigung.

 

Millionen ukrainischer Frauen, Männer und Kinder fürchten seit heute Morgen um ihre Unversehrtheit und um ihre ukrainische Heimat. Wir, die Städte und Gemeinden im Landkreis Dahme-Spreewald, sind mit unseren Gedanken in diesen schweren Zeiten bei den Menschen in der Ukraine. Ihnen gilt unsere volle Solidarität.“

 

Es folgten die Fraktionen des Kreistages mit einer Stellungnahme. Darin schreiben die Fraktionen CDU/FDP/Bauern, SPD, Die Grünen, Die Linke und die Fraktion UBL/Freie Wähler/FWKW:

 

Mit schwerem Herzen nehmen wir zur Kenntnis, dass am vergangenen Donnerstag der Angriff auf die Ukraine erfolgt ist. Dieser beispiellose Akt der Aggression widerspricht allem, wofür wir stehen wollen: Frieden, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Souveränität und die europäischen Werte. Damit wird Völkerrecht gebrochen, die internationale Friedensordnung missachtet und mit diesem Krieg Millionen Menschen unvorstellbares Leid zugefügt. Wir stehen in diesen schweren Zeiten an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer. Denjenigen Menschen, die zur Zeit vor dem Krieg fliehen, wollen wir nicht die Tür verschließen. Wir bitten daher die Bundesregierung, das Land Brandenburg, den Landkreis und die Kommunen sich auf humanitäre Hilfe und die Unterbringung von Flüchtenden vorzubereiten. Wer vor Krieg und Verfolgung durch ein autoritäres Regime flieht, muss bei uns einen sicheren Hafen finden. In Gedanken sind wir bei den Menschen in der Ukraine und bei den Opfern des Krieges. Ihnen gilt unsere volle Solidarität, wir teilen ihren Wunsch nach Frieden.

 

„Als Mitglied im Bündnis der Mayors for Peace geht unser Ruf zur sofortigen militärischen und rhetorischen Deeskalation an alle Konfliktparteien“, fordert die Königs Wusterhausener Bürgermeisterin Michaela Wiezorek. „Der Einsatz militärischer Mittel, die Fortführung globaler Grabenkämpfe mit den Politikmittel des Kalten Krieges verspielt jegliche Chancen für souveräne und glaubwürdige Sicherheitspolitik und sorgt für weitere Eskalation. Krieg kennt nur Verlierer.“

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