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Kurz & gut

12. Januar 2022

Video für mehr Impfungen

Um der Impfbereitschaft in Dahme-Spreewald mehr Auftrieb zu verleihen, hat der Landkreis einen Videofilm produziert, in dem der 25- bis 45minütige Weg eines Impflings durch die überregionale Impfstelle in Schönefeld gezeigt wird. „Seit einem Jahr wird im Landkreis Dahme-Spreewald geimpft. Trotzdem könnte die Impfquote höher sein“, sagte Landrat Stephan Loge zur Vorstellung des Films:

Rund zehn Prozent aller Dahme-Spreewälder sind oder waren bereits mit dem Corona-Virus infiziert. Am 11. Januar waren es genau 18.796 Bürgerinnen und Bürger, teilte die Kreisverwaltung bei ihrer Jahrespressekonferenz mit. 60 Prozent der Dahme-Spreewälder sind demnach geimpft.

In Schönefeld wurde der Impfbetrieb durch den Landkreis am 1. Dezember aufgenommen, parallel entstanden weitere Impfstellen im Landkreis, so in Wildau, Königs Wusterhausen und Lübben. Dort wurden bislang 1.322 Erstimpfungen, 1.042 Zweitimpfungen und 13.458 Auffrischungsimpfungen verabreicht. Darüber hinaus gebe es zahlreiche niedergelassene Ärzte und weitere Initiativen, um Impfangebote bereitzuhalten, so Landrat Stephan Loge.

332 Sterbefälle hat es im Zusammenhang mit dem Virus gegeben, teilte der Landkreis weiter mit. Der Opfer ist am Montagabend vor der Katholischen Kirche St. Elisabeth in Königs Wusterhausen gedacht worden. Es waren 330 Lichter aufgestellt und es gab eine Andacht in der Kirche. „Jedes Licht ein Leben. Jemand, der heute fehlt. Eine Familie, die trauert“, schreibt die Initiative „Die Stille Mehrheit“ auf ihrer Facebookseite. „Wir müssen gemeinsam Lösungen finden, um uns gegenseitig zu schützen. Um einander in der Pandemie beizustehen“, heißt es dort weiter. „Im öffentlichen Raum braucht es Platz zum demokratischen Austausch über diese Fragen. Faktenbasiert, wissenschaftlich fundiert, transparent. Was wir nicht brauchen, sind Fake News, Übertreibungen, Beschimpfungen, Spaltungen, Krawall.“

Das Jugendamt des Landkreises sei durch die Pandemie vor enorme Herausforderungen gestellt worden, berichtete Sozialdezernent Stefan Wichary in der Pressekonferenz. Es habe einen Anstieg von psychischen Auffälligkeiten und einen erhöhten Unterstützungsbedarf von Kindern, Jugendlichen und Familien gegeben, was sich beispielsweise in einem massiven Anstieg der Antragsbearbeitung für Schulbegleitung äußerte. Lernlücken bis hin zur Schulverweigerung, verstärkter Medienkonsum, fehlende soziale Kontakte, weniger Bewegung seien zu beobachten.

 


21.12.2021

"Stille Mehrheit" startet Petition gegen Demos in KW

 

Unter dem Titel „Der laute Ruf der stillen Mehrheit“ haben am Dienstag 46 Menschen aus Königs Wusterhausen und Umgebung eine Petition gestartet, mit der sie die wöchentlichen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen mit vielen Menschen ohne Maske und unter Belastung der polizeilichen Behörden und angesichts der wieder hochdynamischen pandemischen Entwicklung kritisieren.

„Wir kritisieren, dass sich ungeachtet der steigenden Inzidenzen, weiterhin zahlreiche Menschen jeden Montagabend in KW treffen. Dabei verunglimpfen sie mit ihren Parolen und Forderungen all jene Mitbürger*innen, die sich zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen und für eine Impfung entschieden haben“, heißt es in der Petition, die weiter mitunterzeichnet werden kann. Am Dienstagabend waren schon über 200 Unterschriften zusammengekommen.

Die Menschen, die dort demonstrieren, seien keine Mehrheit aus Königs Wusterhausen, stellen die Unterzeichner fest. „Sie haben keine klare Position zur Pandemie. Ein bloßes ‚Gegen alles‘, wie wir es auch schon von rechten Gruppierungen nur zu gut kennen, macht keinen Widerstand aus.“ Dem stellen sie eine „stille Mehrheit“ gegenüber, „die verstanden hat, dass der Kampf gegen dieses Virus ein Kampf der breiten Wissenschaft um die neuesten Erkenntnisse und um ein ständiges Abwägen der Verhältnismäßigkeiten der Maßnahmen ist. Wir haben verstanden, dass es dabei keine einfachen Lösungen gibt.“

 

"Wir sind nicht länger die schweigende Mehrheit, der blinde Zustimmung unterstellt wird", stellen die Unterzeichner fest. Wer sich zur „stillen Mehrheit“ zählt, ist eingeladen, diese Petition zu unterzeichnen. „Wir wissen, dass wir diese Pandemie nur gemeinsam bewältigen können. Unser aller Solidarität als Gemeinschaft ist gefragt, um miteinander durch diese Zeit zu kommen. Wir stehen still zusammen in Königs Wusterhausen, mit Namen und Geschichten“, heißt es am Ende der Petition. Diese Geschichten aus Königs Wusterhausen und Umgebung sind in den Sozialen Netzwerken nachzulesen.

Wie Polizeisprecherin Ines Filohn mitteilt, hatte es am Montag im Bereich der Polizeidirektion Süd (Südbrandenburger Landkreise und Cottbus) insgesamt 14 Veranstaltungen gegeben, die häufig als „Spaziergang“ bezeichnet werden und sich gegen die Corona-Maßnahmen richten. Insgesamt 9.000 bis 10.000 Menschen hätten daran teilgenommen. Dabei würden die Zahlen aus den einzelnen Städten nicht gesondert erhoben, sagte sie. Brandenburg-weit waren es 56 Veranstaltungen, was die Polizei „enorm fordere“, so Ines Filohn. In Königs Wusterhausen gebe es seit Monaten solche Demonstrationen, die im Zusammenhang mit den aktuellen pandemischen Entwicklungen an Zulauf gewönnen. Dabei sei die Polizei „keine Verhinderungsbehörde“, sondern habe das Demonstrationsrecht zu garantieren. Um genau das zu gewährleisten, müssten Veranstaltungen zwingend angemeldet werden.

In Sachsen gibt es bereits zahlreiche Offenen Briefe und Petitionen, in denen Bürger für ein solidarisches Miteinander in der Pandemie plädieren und sich „von den zunehmend eskalierenden ‚Spaziergängen‘ von selbst erklärten Gegnern der Corona-Maßnahmen“ abgrenzen. Den Anfang hatte am 5. Dezember ein Offener Brief von „Freiberg für alle“ gemacht, inzwischen gibt es zehn weitere, die auf der Seite von „Tolerantes Sachsen“ unter der Überschrift „Die stille Mehrheit wird laut“ verlinkt sind.

Der „Cottbuser Aufbruch“ hat einen offenen Brief an all jene geschrieben, „die sich bereits haben impfen lassen, und an alle, die dies noch vorhaben, an alle, die verantwortungsvoll Masken tragen, an alle, die sich und ihre Familien regelmäßig testen, und an alle, die ihre sozialen Kontakte wieder vermehrt einschränken oder online pflegen“. Die 44 Erstunterzeichner, darunter zahlreiche Politiker und Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, bedanken sich bei diesen Menschen dafür, „dass Sie die persönlichen Einschränkungen auf sich nehmen, die es braucht um diese Pandemie erfolgreich zu bekämpfen. Danke, dass Sie bei Ihrer Entscheidung für die Impfung nicht nur Ihr persönliches Wohl, sondern auch das Wohl der verletzlichen Gruppen mit in die Waagschale geworfen haben. Ohne diese – ohne Ihre – verantwortungsvollen Entscheidungen, die Sie im täglichen Leben treffen und umsetzen, hätten wir keine Chance gegen das Virus“. Menschen aus Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße sind eingeladen, den Brief mit zu unterzeichnen – mehr als 470 Menschen haben das bis Dienstagabend getan.

 


16.12.2021

6.540 Impfungen seit 1.10.

 

6.540 Impfungen wurden seit 1. Oktober (bis 14. Dezember) in Impfstellen des Landkreises vorgenommen. Darüber informierte Landrat Stephan Loge im gestrigen Kreistag. Davon waren 83 Prozent Auffrischungsimpfungen, 13 Prozent Erst- und 4 Prozent Zweitimpfungen. Impfungen werden sowohl in der überregionalen Impfstelle am Terminal 5 in Schönefeld, die der Landkreis auf Bitten der Landesregierung eingerichtet hat, sowie in zahlreichen kommunalen Impfstellen, privaten Initiativen und von Haus- und Fachärzten vorgenommen. Ein mobiles Impfteam ist bei der Impfstelle Schönefeld angedockt und auf Anforderung der Kommunen im Landkreis unterwegs.

 

Zu den privaten Initiativen gehören Impfstellen wie die bei der Freikirchlichen Gemeinde im Königs Wusterhausener Ortsteil Zeesen. Sie habe großen Respekt vor der dortigen Leistung zahlreicher Freiwilliger und sei beeindruckt von der guten Organisation vor Ort, sagte Bürgermeisterin Michaela Wiezorek bei einem Pressegespräch am Mittwoch. Dort würde mehr geimpft als an jeder anderen Impfstelle – für Booster-Impfungen gebe es sogar einen Drive-In. Die Impfstelle sei aus der Zusammenarbeit zwischen der Königs Wusterhausener Ärztin Katja Klugewitz sowie weiteren freiwilligen Ärzten, dem Ortsbeirat und der Kirchengemeinde entstanden, so die Bürgermeisterin. Die Stadt unterstütze punktuell – u.a. mit einer Mittagsversorgung in Form von heißer Suppe für all jene, die sich zwei-drei Stunden in der Kälte anstellen, um ihre Impfung zu erhalten, bzw. für alle freiwilligen Helfer. „Hier zeigt sich gesellschaftlicher Zusammenhalt“, stellt Michaela Wiezorek anerkennend fest.

 

Katja Klugewitz war eine von jenen, die durch öffentliche Aufrufe und Nachfragen die Impfdynamik im Landkreis mit befeuert hatte.

 

Insgesamt gab es seit 1. Oktober im Landkreis so viele Neuinfektionen wie in keinem Quartal seit Pandemiebeginn, und zwar 8.028. Zuvor waren es seit Pandemiebeginn insgesamt 7.549 Neuinfektionen. Seit 1. Oktober sind 44 Todesfälle zu beklagen. Die Patienten waren zwischen 33 und 97 Jahre alt, 28 waren männlich, 18 weiblich, teilte Landrat Stephan Loge im Kreistag mit.

 

Auf Nachfrage informierte Gesundheitsdezernent Stefan Wichary über die Situation in den Krankenhäusern: Mit Stand vom 15. Dezember, 7 Uhr gibt es folgenden Zahlen von Covid19-Patienten in den Krankenhäusern (aufgeschlüsselt nach Intensivstationen-ITS):

  • Achenbach-Klinik Königs Wusterhausen: 18, davon 6 auf ITS, davon 5 invasiv beatmet
  • Spreewaldklinik Lübben: 19, davon 3 auf ITS, davon 2 invasiv beatmet
  • Asklepios-Klinik Lübben: 5, davon niemand auf ITS
  • Asklepios-Klinik Teupitz: 4, davon 1 auf IST
  • Diakonissenhaus Luckau: 14, davon 4 auf ITS, alle invasiv beatmet.
  • Seit Montag, 13. Dezember, gab es zudem fünf Verlegungen von Covid19-Patienten nach außerhalb des Landkreises Dahme-Spreewald.

 

Nach Aussage der Intensivmediziner der Krankenhäuser im Landkreis sind von den Covid19-Patienten auf den ITS 70-80 Prozent Ungeimpfte. Die Geimpften auf den ITS hätten schwere Vorerkrankungen und seien nicht wegen, sondern mit Corona dort. Mit Stand vom 15. Dezember gibt es im Landkreis vier freie ITS-Betten – für alle Patienten, nicht nur Covid19-Patienten. Im Klinikum Dahme-Spreewald befinden sich die aktuellen Kapazitäten auf der Intensivstation auf dem Vorjahresstand. Alle verfügbaren Intensivbetten können derzeit nur betrieben werden, weil Personal aus anderen Stationen abgezogen werde, so Stefan Wichary. Die Krankenhäuser berichteten von starken Einschränkungen, um Intensivpflege aufrecht erhalten zu können.

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